JKS-LehrerInnen senden Zuspruch in Zeiten der Corona-Krise

Beten für die Schulgemeinde

Liebe Schülerinnen und Schüler,

„Auf einmal ist alles anders, auf einmal ist alles still “, heißt es in einem aktuellen Song zur Corona-Krise.

Das erlebt auch unsere Schule in diesen Tagen, die wie ausgestorben wirkt, wo sonst Trubel und Leben herrschen, in der täglich Begegnung stattfindet – nichts mehr ist zurzeit davon übrig.

Wir fragen uns, wie es euch Schülern mit dieser Situation geht. Wie verbringt ihr eure Tage? Welche Ängste und Sorgen quälen euch und eure Familien? Wann wird es für uns alle wieder weitergehen? Wann werden wir uns wiedersehen und wie werden wir uns wiedersehen? Fragen, auf die niemand momentan eine Antwort weiß und geben kann.

Wir fragen uns auch, ob und was wir als Lehrerinnen und Lehrer noch für euch tun können? Wir hoffen, dass ihr wisst, dass ihr euch an uns wenden könnt, auch mit Sorgen und Nöten, jenseits von Lernstoff und Unterrichtsverpflichtungen.

Wir hoffen, dass ihr in diesen Tagen Halt findet in euren Familien, ein Stückchen Normalität erfahrt durch die Kommunikation mit Freunden oder lieben Menschen per Telefon, WhatsApp, Instagram und Co. Und doch kann das alles die reale Begegnung nicht ersetzen.

Der Fachbereich Religion möchte euch einladen, eure Sorgen, Nöte und Anliegen vor Gott zu bringen –  vor welchen Gott auch immer.

Das kann uns unsere Ängste zwar nicht nehmen, vielleicht hilft es aber sie zu teilen und auszusprechen und vielleicht kann uns das folgende Gebet verbinden, auch wenn wir gerade nicht als Schulgemeinschaft zusammen sein können.

In einem bekannten Lied heißt es: „… und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.“

Dies wünschen wir euch und euren Familien von Herzen, bleibt gesund und behütet in dieser Zeit!

 

Im Namen des Kollegiums

Leah Schäfer und Cordula Simon (Fachbereich Religion)

 

Gebet

Gott,

hier stehe ich und halte inne.

Alleine und doch verbunden.

In Angst und Unsicherheit,

fühle ich mich anderen nah.

Ich teile die Sorgen und

das Ahnen, was kommen kann.

Ich stehe hier und halte inne.

Alleine und doch verbunden.

Ich bitte für alle Kranken

und die es werden,

die Angst haben,

dass der Virus sie erreicht.

Ich bitte für alle,

die Sorge und Angst um

ihre Existenz haben,

weil sie zusammengebrochen ist.

Für alle Ärztinnen und Pflegenden,

für alle in verantwortungsvollen Berufen,

gib ihnen Kraft für ihre Arbeit und ihr Handeln.

Für alle Eltern und Familien,

gib ihnen Geduld und Nachsicht miteinander,

lass sie aus der Gemeinschaft Kraft schöpfen.

Für alle, die einsam sind.

Ich bitte dich, dass du uns alle

in diesen schweren Zeiten bewahrst.

Ich bin nicht alleine. Ich bin verbunden.

Sei du der, der uns eint:

Die, die glauben und die, die es nicht tun.

Wir Menschen sind verbundene,

aufeinander angewiesene, miteinander helfende.

Bewahre und schütze unsere Schulgemeinde,

 damit bald wieder das Leben

an unserer Schule einkehren kann.

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